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Zweifamilienhaus

Beschreibung

Kleiner Luxus – große Wirkung - Wie sich Sanierungsmaßnahmen auf Energieverbrauch und Wohnqualität auswirken
© Gerald Kampert
Kleiner Luxus – große Wirkung - Wie sich Sanierungsmaßnahmen auf Energieverbrauch und Wohnqualität auswirken
Mitte der 90er Jahre startete ein Sanierungskonzept für das Zweifamilienhaus aus den 60 er Jahren. Das hieß zunächst: konsequentes Dämmen. So konnten die Gesamtenergiekosten des Hauses bereits mehr als halbiert werden.
Anschließend sollte die Wohnqualität verbessert werden. Isolierfenster verringern den Temperaturunterschied zwischen Fensterflächen und Raumluft, was für ein behaglicheres Wohnklima sorgt. Eine Lüftung mit Wärmerückgewinnung garantiert gleichbleibend gute Luftqualität und spart weitere Wärmeenergie. Mit den neuen Lüftungsgewohnheiten konnten sich die Bewohner übrigens rasch abfinden. Kleiner Luxus: einfach mal nichts tun.

Vom Altbau zum Niedrigenergiestandard

Das Zweifamilienhaus von 1960 wurde von 1996 an in mehren Schritten saniert. Der Gesamtenergiebedarf betrug vor Beginn der Maßnahmen 370 kWh pro m² Gebäudenutzfläche.

1996 wurde eine Gasbrennwertheizung eingebaut und die elektrische Warmwasserversorgung umgestellt. Ein Jahr später wurde das Haus gedämmt. Zwei Fassaden waren bereits mit 8 cm Styropor gedämmt. Die Süd- und Ostfassade wurde nachträglich mit 12 cm Mineralfaserplatten gedämmt. Auf den Dachfußboden wurden 14 cm Korkplatten aufgebracht. Die Kellerdecke wurde mit 8 cm Korkplatten gedämmt. Der 400 l Warmwasserspeicher wurde an eine 9 m² große Solaranlage angeschlossen.

Durch dieses Maßnahmenpaket verringerte sich der Gesamtenergiebedarf von 370 kWh/m² und Jahr auf nur noch 141kWh/m²/Jahr. Neben den oben beschriebenen technischen Verbesserungen wurde auch das Nutzerverhalten durch eine Umstellung der Heiz- und Lüftungsgewohnheiten besser aufeinander abgestimmt.

Im nächsten Schritt wurde 2002 die Isolierfenster mit einem U-Wert von 2,7 W/m²K durch Wärmeschutzfenster mit einem U-Wert von 1,1 W/m²K ersetzt und weitere Wärmebrücken beseitigt ( z.B. durch Dämmung der Rollladenkästen). Im Jahr 2003 wurde eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung installiert. Dazu war der Einbau der neuen Fenster im Vorjahr eine wesentliche Voraussetzung, da für den effizienten Betrieb der Lüftungsanlage die Luftdichtheit der Gebäudehülle wesentlich ist.

Durch die neuen Fenster und die Lüftungsanlage konnte der Gesamtenergiebedarf auf 58 kWh/m²/Jahr gesenkt werden. Damit erreicht das Gebäude die Energieeffizenzklasse A die dem Niedrigenergiehausstandard entspricht.

RK: Klären ob Gesamtenergiebedarf = Primärenergiebedarf ist. Wenn ja, dann auch so benennen. Änderung Satz: "Damit würde das Gebäude in einem Energiepass die Energieeffizienzklasse A erreichen."

Während zu Beginn der Maßnahmen die Senkung der Brennstoffkosten und die Minderung der CO2 Emissionen im Vordergrund standen, rückte mit der Zeit die Verbesserung der Wohnqualität immer mehr in den Blickpunkt des Interesses. Die Behaglichkeit ist durch die erheblich wärmeren Wand- und Fensterflächen deutlich verbessert worden. Die Raumluft muss nicht mehr so stark aufgeheizt werden. Durch die Lüftungsanlage ist zu jeder Tageszeit in jedem Raum eine optimale Luftqualität vorhanden. Um das Lüften müssen sich die Bewohner überhaupt nicht mehr kümmern. Das ist Luxus.

Aktuelles

06.02.2008

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Am 18. Januar 2008 wurde in Berlin die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen e.V. (DGNB)...

15.01.2008

Dokumentation des Workshops "Nachhaltigkeit von Investitionsentscheidungen in der Immobilien- und Wohnungswirtschaft" zum Download bereit

Link zum Download der Dokumentation: www.ils-shop.nrw.de/cgi-bin/ilsos/070241

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