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Jugendforum EURO-Jugend e.V.

Beschreibung

Von der Bauruine zum Gesamtkunstwerk - Aachener Verein Jugendforum EURO-Jugend saniert ein altes Stadthaus
© Benno Pauls
Von der Bauruine zum Gesamtkunstwerk - Aachener Verein Jugendforum EURO-Jugend saniert ein altes Stadthaus
Das über hundert Jahre alte Hinterhaus in der Aachener Bendstraße hatte nicht nur optisch einen kriegsruinenartigen Zustand erreicht. Durch jahrelangen Leerstand war das Hinterhaus dem Verfall überlassen. Im Vorderhaus hatte der Verein Jugendforum EURO-Jugend Räume angemietet, erkannte das Potential des vor sich hindämmernden Gebäudes, erwarb Vorder- und Hinterhaus, und erweckte beide Gebäudeteile zu neuem Leben. Die Instandsetzung erfolgt nach ökologischen Gesamtkonzept. Die späteren Nutzer wurden in alle Phasen des Sanierungskonzeptes stark einbezogen. Angenehmer Nebeneffekt: die Jugendlichen identifizieren sich sehr mit "ihrem" Projekt und gehen verantwortungsbewusst mit ihrem Haus um. Als nächsten Bauabschnitt planen sie einen das Hinterhaus erweiternden Wintergarten.

Ausgangssituation:
Ensemble von 2 Gebäuden mit kleinem Zwischenhof (3-geschossiges Vorderhaus, erbaut 1916, kriegszerstört, Wiederaufbau 1952, sowie 4-geschossiges Hinterhaus, erbaut um 1890) in der Bendstraße, im Aachener Stadtteil Burtscheid.
Nutzung Vorderhaus : EG ehemals Lebensmittelhandel, später für die Zwecke des Jugendforums‚ EURO-Jugend e.V.’ angemietete Räume, OG’s vermietete Wohnungen Nutzung Hinterhaus: ehemals Wohnhaus, Verfall durch jahrelangen Leerstand, starke Einsturzgefahr, keine Nutzung mehr möglich.
Zielsetzung nach Erwerb beider Gebäude durch den Verein: Erweiterung und Verbesserung des räumlichen Angebotes für die Arbeit im Bereich der Kinder-, Jugend-, und Erwachsenenbildung (Flächen und Funktion). Entwicklung eines Gebäudekonzeptes, welches neben den Flächen im EG des Vorderhauses auch das Potential des baufälligen Hinterhauses mit einbezog.

Alle baulichen Maßnahmen sollten Teil eines ökologischen Gesamtkonzeptes werden, welches eine umweltgerechte Gebäudeplanung, eine naturnahe Außenraumgestaltung sowie eine energiesparende Betriebstechnik zu einem harmonischen Ganzen verbinden sollte.
Die im Jahr 1990 begonnene Umsetzung des Konzeptes ist fortwährend weiterentwickelt worden, um dem steigenden Raumbedarf und neuen Funktionen durch ein erweitertes Angebot Rechnung zu tragen. Ein endgültiger Fertigstellungstermin ist derzeit nicht absehbar. Der zuletzt abgeschlossene Bauabschnitt (Dezember 2004) umfasste die Einbeziehung einer weiteren Etage des Vorderhauses (Räume für Meditation, Schattentheater, Gymnastik und Büros) sowie den Einbau eines Radiostudios für eigene Sendungen im EG.
Geplant ist nun die Errichtung eines Wintergartens (Nutzung u.a. als Speisesaal) als Anbau an das Hinterhaus.

Im Verlauf seiner langen Entstehungsgeschichte hat das Projekt mehrfach an Wettbewerben teilgenommen und wurde u.a. bereits 1992 beim Landeswettbewerb ‚Umweltgerechtes Bauen im Bestand’ vom Minister für Bauen und Wohnen des Landes NRW mit dem 1.Preis ausgezeichnet.

Aktuelles

06.02.2008

Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen gegründet

Am 18. Januar 2008 wurde in Berlin die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen e.V. (DGNB)...

15.01.2008

Dokumentation des Workshops "Nachhaltigkeit von Investitionsentscheidungen in der Immobilien- und Wohnungswirtschaft" zum Download bereit

Link zum Download der Dokumentation: www.ils-shop.nrw.de/cgi-bin/ilsos/070241

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