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IGS Initiative für Gebäudesanierung

Beschreibung

Lebendiges Modell statt grauer Theorie - Auf lebendig vermittelte Praxis der Gebäudesanierung setzt die Handwerkskammer Münster in ihrem neuen Anwendungs- und Beratungszentrum
© HWK Münster
Lebendiges Modell statt grauer Theorie - Auf lebendig vermittelte Praxis der Gebäudesanierung setzt die Handwerkskammer Münster in ihrem neuen Anwendungs- und Beratungszentrum
Gesunde und kostengünstige Gebäudesanierung wird in Zukunft immer wichtiger werden. Interessenten können sich im Anwendungs- und Beratungszentrum der Handwerkskammer Münster einen einzigartigen Überblick über marktübliche und kostengünstige Sanierungsverfahren verschaffen. Das ausstellende Gebäude selbst ist das "vorbildlich" sanierte Objekt der Betrachtung. Seine konstruktiven und haustechnischen Details sind anschaulich und erfahrbar dargestellt. Dank der vielen ermittelten "life"- Messdaten ist der Erfolg der Sanierung objektivierbar gemacht: Ein überzeugendes, lebendiges Modell gegen graue Theorie.

Die Handwerkskammer Münster hat im Rahmen des Projektes "IGS - Initiative für Gebäudesanierung" ein Anwendungs- und Beratungszentrum in Form eines beispielhaft sanierten Gebäudes aufgebaut.

Zahlreiche baukonstruktive und haustechnische Varianten können nachvollziehbar und transparent besichtigt und "am lebenden Objekt" erlebt werden. Beispielsweise können verschiedene Dämmsysteme, unterschiedliche Möglichkeiten der Kellersanierung und unterschiedliche Lüftungskonzepte besichtigt werden.

Mit Hilfe bauphysikalischer Messtechnik werden alle Bauteile in allen relevanten Bauteilschichten auf ihre Temperatur- und Feuchtewerte überwacht. Der Sanierungserfolg wird damit objektiv beweisbar.

Projektanschrift

Vom-Stein-Straße 34
45894 Gelsenkirchen-Buer

Anmelder/in

Matthias Dieler
Handwerkskammer Münster
Bismarckallee 1
48151 Münster
Telefon: 0209-38077-20

http://www.hwk-muenster.de

Bildergalerie

© HWK Münster
© HWK Münster

Grunddaten

Bauherr/in
Handwerkskammer Münster

Fertiggestellt
2005

Hauseigenschaften
Nicht Wohngebäude
Sanierung/Altbau

Ansprechpartner des Projekts
Name Firma Beruf Ort .vcf
Handwerkskammer Münster in der Emscher-Lippe-RegionGelsenkirchen-BuerVisitenkarte herunterladen
Handwerkskammer Münster in der Emscher-Lippe-RegionArchitektGelsenkirchen-BuerVisitenkarte herunterladen

Ökologisch und ressourcenschonend

1.01 Gesundes Bauen, Wohnen und Arbeiten
Aufbauend auf den Erfahrungen bei der Errichtung des Demonstrationszentrums Bau + Energie in Münster sowie des KNR - Kompetenzzentrum Bauen mit Nachwachsenden Rohstoffen wurde besonderer Wert auf gesundes und ressourcenschonendes Bauen gelegt. Die verwendeten Baustoffe reichen dabei von der Anwendung nachwachsender Rohstoffe bis zum Einbau von Lüftungssystemen, die auch dem Schallschutz zugute kommen.

1.02 Umweltschonendes Bauen
Die ressourcenschonende Sanierung und Modernisierung bestehender Gebäude ist zentrales Thema bei der Konzeption des Anwendungs- und Beratungszentrum für Gebäudesanierung.

1.03 Energieeffizienz
Im Gebäude werden verschiedene Lüftungskonzepte genutzt:
- im Erdgeschoss sorgt eine Abluftanlage für den hygienisch notwendigen Luftwechsel;
- im 1. Obergeschoss wurde eine zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung eingebaut, das Lüftungsgerät selbst wurde auf dem Dachboden eingebaut;
- im Mansardgeschoss werden 2 unterschiedliche, dezentrale Lüftungsgeräte genutzt.
- Auf dem Steildach wurde eine Photovoltaikanlage aufgebaut.
Alle Verbrauchswerte und das bauphysikalische Verhalten, die Funktionsweise der haustechnischen Anlagen und das Lüftungsverhalten der Nutzer werden mittels bauphysikalischer Messtechnik des Fraunhofer-Instituts für Bauphysik aufgezeichnet.

1.04 Regenerative Energieerzeugung
Neben der Photovoltaikanlage werden Informationen zu allen Möglichkeiten der regenerativen Energieerzeugung zur Verfügung gestellt.

1.05 Wasserver- und -entsorgung
Die WC-Anlagen werden mit Regenwasser gespült, das in einer Zisterne gesammelt wird. Die Versickerung des überschüssigen Wassers erfolgt in einer Rigole. Die Grundstücksfläche wurde mit wassergebundener Decke und Drainagepflaster versickerungsfähig gestaltet. Das Flachdach auf dem Anbau wurde extensiv begrünt.

1.06 Umweltfreundliche Entsorgung
Die Mülltrennung im Gebäude ist selbstverständlich.

1.07 Begrünung
Das Flachdach des Anbaus wurde extensiv begrünt. Das Grundstück wurde mit wassergebundener Decke, Rasenfläche und Hecke gestaltet.

1.08 Mobilität
Das Gebäude ist durch seine Lage in der Innenstadt von Gelsenkirchen-Buer optimal mit dem öffentlichen Personennahverkehr erreichbar.
Um den darüberhinaus entstehenden Publikumsverkehr aus dem angrenzenden Wohngebiet herauszuhalten, konnte dank der verkehrsgünstigen Lage die Zufahrt zum Grundstück verlegt werden.

Ökonomisch

2.01 Kostenoptimierung
Ziel war es, marktübliche Verfahren und Konstruktionen anzuwenden und damit kostengünstige Möglichkeiten der Gebäudesanierung zu demonstrieren. Besonders kritisch wurde die Weiterverwendung bestehender Bauteile geprüft. Es wurden bevorzugt trockene Bausysteme eingesetzt.

2.02 Flächensparendes Bauen
Durch den Anbau konnte die zur Verfügung stehende Grundstücksfläche optimal ausgenutzt werden. Dadurch konnte die städtebauliche Qualität im Sinne der Nachverdichtung erreicht werden. Die Weiternutzung der vorhandenen Bausubstanz war dabei selbstverständlich.

2.03 Stärkung der lokalen Wirtschaft
Das Projekt "IGS - Initiative für Gebäudesanierung" wird mit Mitteln aus dem Ziel-2-Programm des Landes NRW gefördert mit dem Ziel der Stärkung der Bauwirtschaft in der strukturschwachen Emscher-Lippe-Region.

2.04 Qualitätsmanagement
Der gesamte Bauverlauf wurde umfassend dokumentiert und in Informationsmaterial und einer Ausstellung aufbereitet.

Sozial

3.01 Städtebauliche Maßnahmen
Mit der Ergänzung des bestehenden Gebäudes wurde die städtebauliche Situation neu definiert und eine Verbindung zum dahinterliegenden Wohngebiet und zur angrenzenden innerstädtischen Bebauung hergestellt.

3.02 Nutzerorientierte Maßnahmen
Das ehemalige Wohngebäude wurde zu einem Bürogebäude umgenutzt, ein Seminarraum wurde angebaut. Dabei stand eine flexible Nutzung der Räume im Vordergrund. Das Gebäude wurde mit barrierefreiem WC und Außenlift weitestgehend barrierefrei erschlossen.

Aktuelles

06.02.2008

Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen gegründet

Am 18. Januar 2008 wurde in Berlin die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen e.V. (DGNB)...

15.01.2008

Dokumentation des Workshops "Nachhaltigkeit von Investitionsentscheidungen in der Immobilien- und Wohnungswirtschaft" zum Download bereit

Link zum Download der Dokumentation: www.ils-shop.nrw.de/cgi-bin/ilsos/070241

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