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Haus Schroiff
Beschreibung
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© Petra L. Müller
Living in a box - Gleich von zwei Seiten wurde das kleine 50er Jahre Haus zum Mehrgenerationenhaus im Niedrigenergiestandard erweitert
Anbau mit "ORANGEN(-)KISTEN"
Umbau und Erweiterung eines 50er-Jahre-Wohnhauses zu einem Mehrgenerationen-Wohnhaus mit Niedrigenergiestandard. Das kleine Wohnhaus liegt mittig auf einem großzügigen Eckgrundstück und wurde auf zwei Seiten erweitert. Im Süd-West-Garten durch eine eingeschossige Box auf quadratischem Grundriss, im Nord-Ost-Garten durch einen langgestreckten, schmalen zweigeschossigen Anbau. In den Anbauten sind jeweils die Wohnräume der zwei Wohneinheiten untergebracht. Schlafräume, Küchen und Sanitärbereiche sind im Bestand organisiert. Ein "Schaltzimmer" lässt sich mit geringstem baulichen Aufwand einer der beiden Wohnungen zuordnen und ermöglicht so die flexible Anpassung der Wohnungsgrößen an sich ändernde Familiensituationen.
Neben einer umfassenden Wärmeschutzsanierung sorgen Photovoltaik, Solarthermie, Wohnraumlüftung und Regenwasserzisterne für ressourcenschonendes Wohnen
Projektanschrift
Redigerstraße 2448149 Münster
Anmelder/in
Dipl.-Ing. ArchitektinPetra L. Müller
Planungsbüro bau.RAUM
Fresnostraße 101
48159 Münster
Telefon: 0251.39 09 58 1
post[at]bau-raum.de
http://www.bau-raum.de
Bildergalerie
- © Petra L. Müller
- © Petra L. Müller
- © Petra L. Müller
- © Petra L. Müller
Grunddaten
Bauherr/in
Peter Schroiff
Fertiggestellt
2002
Wohn- /Nutzfläche [m²]
221
Sonstige Nutzfläche [m²]
30
Bauwerkskosten [€]
1271
Gesamtbaukosten [€]
1601
Hauseigenschaften
1-2 Familienhaus
Sanierung/Altbau
Sanierung/Altbau
Ökologisch und ressourcenschonend
1.01 Gesundes Bauen, Wohnen und Arbeiten
m Altbau wurden die Fensteröffnungen optimiert, so dass eine gute Tageslichtnutzung in allen Räumen, einschl. Sousterrain gegeben ist.
Eine kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung in jeder Wohneinheit bietet einen hohen Wohnkomfort und sorgt für ein hygienisches Raumklima und eine zusätzliche Einsparung von Heizenergie. Eine Netzfreischaltung in allen Schlafräumen mindert die Belastungen von allgegenwärtigem Elektrosmog.
Eine kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung in jeder Wohneinheit bietet einen hohen Wohnkomfort und sorgt für ein hygienisches Raumklima und eine zusätzliche Einsparung von Heizenergie. Eine Netzfreischaltung in allen Schlafräumen mindert die Belastungen von allgegenwärtigem Elektrosmog.
1.02 Umweltschonendes Bauen
Es wurden baubiologisch unbedenkliche Baustoffe eingesetzt, wenn möglich unbehandelt, keine Verbundbaustoffe.
Terrassen und Schiebläden aus unbehandelter Lärche, Eichenparkett geölt & gewachst, Stahltreppe innen gewachst, Stahltreppen außen feuerverzinkt, Steinwolle als Dämmung, mineralischer Außenputz, Silicatfarben innen, sägerauhe Sperrholzplatten, geölt für die Bekleidung der Anbauten.
Terrassen und Schiebläden aus unbehandelter Lärche, Eichenparkett geölt & gewachst, Stahltreppe innen gewachst, Stahltreppen außen feuerverzinkt, Steinwolle als Dämmung, mineralischer Außenputz, Silicatfarben innen, sägerauhe Sperrholzplatten, geölt für die Bekleidung der Anbauten.
1.03 Energieeffizienz
Die umfassende Wärmeschutzsanierung des Altbaus und die hochwärmegedämmte Ausführung der Anbauten in Holzbauweise mit einer hohen Luftdichtigkeit haben den Energieverbrauch des Hauses von 370 auf 52 kWh/m2a gesenkt. Ein hoher Anteil festverglaster Fensterelemente sorgen für hohe solare Erträge.
Intelligente Haustechnik: Eine solarthermische Anlage mit 12 m2 bietet neben der sommerlichen Trinkwassererwärmung eine Heizungsunterstützung der Brennwerttherme. Darüber ist eine Photovoltaikanlage mit 3,7 kWp zur Netzeinspeisung installiert. Die Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung nutzt die Wärme der Abluft.
Intelligente Haustechnik: Eine solarthermische Anlage mit 12 m2 bietet neben der sommerlichen Trinkwassererwärmung eine Heizungsunterstützung der Brennwerttherme. Darüber ist eine Photovoltaikanlage mit 3,7 kWp zur Netzeinspeisung installiert. Die Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung nutzt die Wärme der Abluft.
1.04 Regenerative Energieerzeugung
Solarkollektoren, Photovoltaik siehe 1.3
1.05 Wasserver- und -entsorgung
Der Trinkwasserbedarf wurde durch den Einbau einer Regenwassernutzungsanlage mit einer 5500 l -Zisterne erheblich reduziert. Die Zisterne speichert das Regenwasser des Altbau-Daches und versorgt die Toiletten, die Waschmaschinen und die Bewässerung des knapp 800 m2 großen Grundstücks.
Die Flachdächer der Anbauten sind extensiv begrünt. Überschüssiges Wasser wird auf dem Grundstück versickert.
Die Flachdächer der Anbauten sind extensiv begrünt. Überschüssiges Wasser wird auf dem Grundstück versickert.
1.06 Umweltfreundliche Entsorgung
Neben der Müllvermeidung steht ein Kompost auf dem Grundstück zur Verfügung
1.07 Begrünung
- © Petra L. Müller
Der Garten wurde nach ökologischen Kriterien gestaltet. Die vorhandene Hainbuchenhecke wurde mit standortgerechten Gehölzen wie Heckenrose, Felsenbirne, Haselnuss ergänzt. Ein kleiner Teich und verschiedene Nisthilfen im Garten locken heimische Tiere zum Verweilen ein. Die Böschungen zu den Lichthöfen wurden mit einheimischen Wildstauden begrünt, die Licht-Höfe mit Kies versickerungsfähig ausgebildet und die Flachdächer der Anbauten als \\"Ausgleich\\" extensiv begrünt
Ökonomisch
2.01 Kostenoptimierung
Die Anbauten wurden kostengünstig und zeitsparend in Holzbauweise errichtet und mit geschosshohen Sperrholztafeln beplankt.
Das Ziegeldach des Altbaus wurde erhalten und im Bereich derTraufen und Ortgänge ergänzt.
Einfache und ehrliche Materialien haben zu einer kostengünstigen und wohngesunden Ausführung beigetragen.
Das Ziegeldach des Altbaus wurde erhalten und im Bereich derTraufen und Ortgänge ergänzt.
Einfache und ehrliche Materialien haben zu einer kostengünstigen und wohngesunden Ausführung beigetragen.
2.02 Flächensparendes Bauen
Der Altbau wurde genutzt und flächensparend ergänzt.
2.03 Stärkung der lokalen Wirtschaft
Die Baumaßnahme wurde mit regionalen Handwerkern, Planern realisiert.
2.04 Qualitätsmanagement
Eine konsequente Planung, Ausführung, Bauleitung und Kostenüberwachung in enger Absprache mit dem Bauherren hat die hohe Qualität bei niedrigen Kosten ermöglicht.
Sozial
3.01 Städtebauliche Maßnahmen
Das Siedlungsgebiet gewinnt durch die umfassende Bestandssanierung. Der südwestliche Anbau ergänzt städtebaulich die Raumkante zur Redigerstraße.
3.02 Nutzerorientierte Maßnahmen
Die Grundrisse weisen eine hohe Flexibilität auf. Verschiedene Wohnungsgrößen, Lebensszenarien können mit geringem baulichen Aufwand realisiert werden. Die Hauptwohnung ist barrierefrei ausgebaut.
Aktuelles
06.02.2008Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen gegründet
Am 18. Januar 2008 wurde in Berlin die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen e.V. (DGNB)...
15.01.2008Dokumentation des Workshops "Nachhaltigkeit von Investitionsentscheidungen in der Immobilien- und Wohnungswirtschaft" zum Download bereit
Link zum Download der Dokumentation: www.ils-shop.nrw.de/cgi-bin/ilsos/070241
Hausprojekte
Aus alt mach neu
58119 Hagen
Fertigstellung: 2006
KfW40 für eine prima Familie
44147 Dortmund
Fertigstellung: 2006




